Für Hände und Geschirr besser zwei verschiedene Tücher verwenden
Eine einfache Gewohnheit kann Kreuzkontaminationen zusätzlich reduzieren: Für Hände und sauberes Geschirr getrennte Tücher benutzen.
Das Handtuch hängt beispielsweise neben dem Waschbecken, während das Geschirrtuch ausschließlich für frisch gespültes Geschirr vorgesehen ist. Unterschiedliche Farben oder Muster helfen dabei, beide zuverlässig auseinanderzuhalten.
Das Handtuch sollte ebenfalls regelmäßig gewechselt werden – bei häufiger Benutzung am besten alle ein bis zwei Tage und sofort, wenn es stark feucht oder verschmutzt ist.
Nach dem Umgang mit rohem Fleisch reicht das Abwischen der Hände am Handtuch ohnehin nicht aus. Hände zunächst gründlich mit Wasser und Seife waschen und anschließend mit einem sauberen Tuch trocknen.
Küchentücher richtig trocknen und aufbewahren
Selbst ein frisch gewaschenes Tuch kann schnell muffig werden, wenn es dauerhaft feucht bleibt. Nach jeder Verwendung sollte es deshalb vollständig ausgebreitet aufgehängt werden.
Nicht feucht zusammenfalten, über andere nasse Textilien legen oder in einem geschlossenen Behälter sammeln.
Schmutzige Küchentücher sollten vor dem Waschen möglichst trocken sein. Müssen sie einige Tage gesammelt werden, zuerst vollständig trocknen lassen und anschließend in einem luftdurchlässigen Wäschebehälter lagern.
Saubere Tücher erst in den Schrank legen, wenn wirklich keine Restfeuchtigkeit mehr vorhanden ist. Dadurch werden unangenehme Gerüche und unnötige Keimvermehrung vermieden.
Fehler, die man vermeiden sollte
Ein Tuch für alles benutzen: Geschirr, Hände, Arbeitsplatte und Lebensmittel sollten nicht mit demselben Küchentuch abgewischt werden.
Nur nach dem Geruch entscheiden: Ein Tuch kann hygienisch belastet sein, bevor es sichtbar schmutzig ist oder unangenehm riecht.
Feuchte Tücher zusammenknüllen: Dadurch trocknen sie deutlich langsamer und Mikroorganismen finden günstigere Wachstumsbedingungen.
Das Pflegeetikett ignorieren: Nicht jedes Material verträgt 60 °C. Deshalb bereits beim Kauf auf ausreichend heiß waschbare Küchentextilien achten.
Rohe Fleischsäfte mit dem Geschirrtuch aufnehmen: Dadurch können Keime auf Hände, Geschirr und andere Küchenflächen übertragen werden.
Für noch mehr Hygiene
Halten Sie mehrere saubere Küchentücher griffbereit, damit ein Wechsel nicht aufgeschoben wird. Unterschiedliche Farben können festen Aufgaben zugeordnet werden, beispielsweise Geschirr, Hände und Reinigung.
Waschmaschine, Wäschekorb und Aufbewahrungsfach sollten ebenfalls regelmäßig sauber gehalten werden. Vor allem aber gilt: Waschen ersetzt nicht das gründliche Händewaschen, besonders vor der Zubereitung von Speisen und nach Kontakt mit rohen tierischen Lebensmitteln.
Häufige Fragen
Muss ein Geschirrtuch wirklich jeden Tag gewechselt werden?
Nicht grundsätzlich. Ein ausschließlich für sauberes Geschirr verwendetes, gut trocknendes Tuch kann zwei bis drei Tage benutzt werden. Bei starker Nutzung oder Verschmutzung sollte es früher gewechselt werden.
Reichen 40 °C zum Waschen?
Für normal verschmutzte Kleidung häufig schon. Für hygienisch belastete Küchentextilien ist – sofern das Material dafür geeignet ist – ein 60-°C-Waschprogramm mit geeignetem Waschmittel die sinnvollere Wahl.
Kann man Essig statt Waschmittel verwenden?
Nein. Essig ist kein gleichwertiger Ersatz für Waschmittel und sollte insbesondere nicht als vermeintliches Desinfektionsmittel betrachtet werden. Für Küchentücher genügt ein geeignetes Waschmittel im regulären Waschprogramm.
Wann muss ein Küchentuch sofort in die Wäsche?
Bei Kontakt mit rohem Fleisch, Geflügel, Fisch oder Ei, bei sichtbaren Lebensmittelresten, starkem Schmutz, unangenehmem Geruch oder wenn das Tuch längere Zeit feucht geblieben ist.
